Zunehmende Digitalisierung
Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung

Man verabredet sich zu einem entspannten Abendessen mit Freunden. Und schon nach kurzer Zeit finden diverse Smartphones ihren Platz auf dem Tisch. Da ist sie, die Mauer des Schweigens. Unablässig fällt nun – mal mehr, mal weniger auffällig – der Blick auf den Bildschirm. Ist eine neue Nachricht eingegangen? Wurde das Paket bereits versendet? War die Versteigerung erfolgreich? Hat der Chef noch eine Anmerkung zum letzten Projekt? Sobald das Display aufblinkt, steht alles andere hinten an. Die Online-Aktivitäten erfordern jegliche Aufmerksamkeit.

Smartphone, Tablet und Co. sind im Alltag vieler Menschen zu unverzichtbaren und selbstverständlichen Begleitern geworden. Fakt ist: Die Digitalisierung hat in nahezu alle Lebensbereiche Einzug erhalten. Nicht nur in den beruflichen, sondern vor allem auch in den privaten Alltag.

Der Ausdruck „Digitalisierung der Gesellschaft“ fasst diese stattfindenden Veränderungsprozesse prägnant zusammen und steht für den nicht rückgängig zu machenden gesellschaftlichen Wandel auf Basis innovativer Technologien, der sich auf viele Lebensbereiche – Familie und Freunde, Sicherheit, Materielles und Finanzielles, Arbeiten und Lernen, Freizeit & Wohlbefinden, Gesellschaft und Gemeinschaft, Gesundheit und Fitness –  und insbesondere auch auf die soziale Interaktion auswirkt.

Digitalisierung: Ein zweischneidiges Schwert

Betrachtet man das vergangene Jahrzehnt so fällt auf, dass sich Experten aus Politik und Wirtschaft hauptsächlich mit der Frage beschäftigt haben, welche Auswirkungen eine zunehmende Digitalisierung auf die Mediennutzung und den Handel hat. Welche Folgen aus der zunehmenden Digitalisierung jedoch für die Gesellschaft resultieren, diese Fragestellung wurde in der Vergangenheit spärlich thematisiert.

Die Digitalisierung hat jedoch, wie wir heute feststellen, weitreichende Folgen auf verschiedene Teilbereiche des Lebens, die vor einigen Jahren noch nicht abzusehen waren. Neue Technologien und Geräte eröffnen viele ungeahnte Möglichkeiten, die den Alltag und die Kommunikation gleichermaßen vereinfachen und revolutionieren.

Digitalisierung als Herausforderung für User

Zu den Herausforderungen der Digitalisierung zählt allerdings auch der Druck ständig erreichbar sein zu müssen – sowohl für Freunde und Bekannte, als auch für den Arbeitgeber. Auf diese Weise wird es immer schwieriger privates von beruflichem zu trennen. Sogar an Wochenenden, Feiertagen und im Urlaub besteht der innere Drang, regelmäßig Nachrichten abzurufen. Aber nicht nur das Abrufen, sondern auch das zeitnahe Antworten gehört heutzutage zum guten Ton. Dabei sorgt die „Sofort-Antworten-Mentalität“ für zusätzlichen Druck. Ein entspanntes Wochenende oder gar den wohlverdienten Urlaub zu genießen wird zum Spießrutenlauf.

Nicht nur der Briefkasten quillt stets über, auch das E-Mail-Postfach scheint vor Werbemails schier zu bersten. An jeder Ecke begegnet einem im World Wide Web Werbung: In Form von Bannern, Videos und fingierten – wenn auch vermeintlich authentisch wirkenden – Artikeln von werbetreibenden Unternehmen, die sich immer neue Finessen einfallen lassen. Die Informationsüberflutung auf allen Kanälen führt dazu, dass die Konzentration auf das Wesentliche nachlässt. Schließlich ist es kaum noch möglich, den Informationen zu entgehen und das herauszufiltern, was wirklich von Interesse ist. Das kostet nicht nur Zeit, sondern im wahrsten Sinne des Wortes auch Nerven.

Ein wesentlicher Aspekt ist außerdem, dass der persönliche Kontakt zwischen Menschen abnimmt und stattdessen digitalisiert stattfindet – beispielsweise über soziale Netzwerke oder Messenger-Dienste. In Restaurants und Cafés, im Zug und in der S-Bahn ersetzen mobile Endgeräte den Gesprächspartner. Immer auf dem Laufenden zu sein, Videos und Lieblingsmusik zu jeder Zeit und an jedem Ort abzurufen – das scheint häufig wichtiger als ein nettes Gespräch in entspannter Atmosphäre. Face-to-Face Kommunikation ist zweitranging geworden, so scheint es.

Aber auch die Sucht danach ständig auf dem Laufenden zu sein, birgt ein hohes Stresspotenzial. Weil man nichts verpassen will, ist man von dem mobilen Endgerät abhängig – und damit auch von funktionierenden WLAN und Mobilfunk-Verbindungen. Eine eigens auferlegte Abhängigkeit, die Stress verursacht und damit sogar gesundheitliche Folgen haben kann.

Auch auf den gesellschaftlichen Teilbereich „Sicherheit“ wirkt sich die Digitalisierung aus. In Zeiten von Spähprogrammen beschleicht einen häufig das Gefühl, dass das eigene Surfverhalten im Netz unter Beobachtung steht. Unsicherheit macht sich breit – auch in Bezug auf den Datenschutz. Weitere Faktoren also, die Unbehagen und Stress im Umgang mit der hochmodernen Technik auslösen.

Wer sich der innovativen Technologie und den neuen Kommunikationsformen hartnäckig verweigert läuft sogar Gefahr zu vereinsamen und sich selbst von der Gesellschaft auszugrenzen, wie Studien ergeben haben.

Fazit: Unternehmen stehen vor Herausforderungen

Tatsache ist: die Digitalisierung wird weiter fortschreiten und noch intensiver alle Lebensbereiche durchdringen. Zu sehr ist die moderne Technik bereits in den privaten und beruflichen Alltag integriert, als dass sich diese rasante Entwicklung verzögern oder gar stoppen ließe. Aber wer würde das schon wollen? Entbehrlich sind die treuen mobilen Begleiter für die meisten von uns schon lange nicht mehr.

Im Zuge dessen steht insbesondere das Unternehmensmarketing vor neuen Herausforderungen: So ist das „Responsive Webdesign“ (= das Design einer Internetseite passt sich der Darstellung auf mobilen Endgeräten an) im Alltag angekommen und sollte spätestens jetzt, im Jahr 2015, von Unternehmen als Norm angesehen werden. Unternehmen stehen außerdem vor der Herausforderung immer neue und effektivere Werbe-Möglichkeiten zu eruieren, damit die Werbebotschaft durch die Informationsflut dringt.

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Quelle Beitragsbild: 

SergeyNivens – Technology concept – Item ID: 5506369 – http://photodune.net/item/technology-concept/5506369

Quellen: 

http://www.studie-life.de/life-studien/digitales-leben/digitalisierung-und-vernetzung/

http://www.ibi.de/neue-studie-digitalisierung-der-gesellschaft.html

http://www.internet-tsunamis.de/1-2-digitalisierung-der-gesellschaft/

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