
4. Juni 2015
Um das Thema „Suchmaschinenoptimierung“, kurz SEO, kommt man heute als Betreiber einer Website oder eines Blogs nicht mehr herum – schließlich bringt eine top moderne Website keinen Erfolg, wenn sie von Usern nicht gefunden wird. Doch wie funktioniert die Suchmaschine Google überhaupt? Nur wer das versteht, kann sich auch der Suchmaschinenoptimierung langfristig erfolgreich widmen.
Die Google-Suche
Die eigentliche Suchanfrage startet bereits einige Zeit, bevor der gesuchte Begriff eingegeben wird – und zwar mit dem Crawling und der Indexierung von Billionen von Dokumenten. Im Rahmen der Google-Suche wird aber nicht – wie man fälschlicherweise annehmen könnte – direkt das gesamte World Wide Web durchsucht, sondern nur der so genannte „Index“ von Google. Mit diesem wird ein Großteil des Webs erfasst – das geschieht über die so genannten „Spider“, die erst vereinzelt Websites abrufen und dann den dort befindlichen Links folgen, die wiederum auf weitere Seiten verweisen. Dies passiert so lange, bis ein großer Teil des Webs indexiert ist. Kaum vorstellbar: Dahinter stecken Milliarden von Websites, die sich auf Tausenden von Servern befinden.
Funktionsweise der Google-Suche
Man möchte herausfinden, wie schwer ein Elefant ist. Hierfür gibt man in die Google-Suche die Begriffe „Elefant“ und „Gewicht“ ein. Anschließend wird der Google-Index nach Websites durchsucht, die diese Begriffe enthalten. Doch natürlich möchte man sich nun nicht durch alle Websites klicken, um die gewünschten Informationen zu finden. Deshalb sortiert Google die gefundenen Seiten bereits nach Relevanz: Das ist das, was wir als Google-Ranking kennen.
Aber woher weiß Google überhaupt, welche Websites bzw. welche Inhalte für einen relevant sind? An dieser Stelle kommen nun die rund 200 Google-Rankingfaktoren ins Spiel. Diese untersuchen die Dokumente dahingehend, wie oft die Seite die gewählten Suchbegriffe enthält, ob diese im Title, in der URL oder direkt hintereinander erscheinen, ob die Website Synonyme enthält, wie hochwertig die dort befindlichen Inhalte sind, etc. Aus diesen einzelnen Faktoren berechnet Google die Relevanz einer Website und liefert die Suchergebnisse dementsprechend nach ihrer Relevanz aus – und das geschieht alles innerhalb von nur 0,5 Sekunden.
Aussehen der Google-Suchergebnisse
Die Google-Suchergebnisse setzen sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Das sind zum einen der Title, die URL sowie ein Text-Snippet (Text-Schnipsel), der Informationen enthält, welche Inhalte auf der Seite zu finden sind. Darüber hinaus werden auch Links zu ähnlichen Seiten angezeigt, die dem Suchergebnis ebenfalls entsprechen und für den User deshalb auch von Interesse sein könnten.
Am rechten und oberen Rand der Ergebnisseiten werden zusätzlich Google-Werbeanzeigen dargestellt, die den Suchergebnissen thematisch entsprechen. Auch hier verfolgt Google sein Ziel, nur relevante Anzeigen zu schalten – schließlich sollen die User nur die Anzeigen sehen, die für sie auch von Bedeutung sind.
Fazit
Google gibt die Suchergebnisse unter Berücksichtigung von insgesamt 200 verschiedenen Rankingfaktoren aus, um die Qualität der Suchergebnisse und deren Relevanz für den User hoch zu halten. Durch regelmäßige Algorithmus-Updates soll diese stets verbessert werden.
Die Erfahrung und verschiedene Studien zeigen, dass Websites, die auf der ersten Seite der Suchmaschinen-Ergebnisse ranken, deutlich höhere Zugriffszahlen haben. Kaum jemand schaut noch auf die Ergebnisseiten 2 und 3 – denn schließlich werden ja die relevantesten Ergebnisse bereits ganz oben angezeigt. Das verdeutlicht wie wichtig es ist, sich intensiv mit dem Thema SEO zu beschäftigen und eine entsprechende Strategie langfristig zu verfolgen.
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Quelle Beitragsbild: © ollyi – Question Marks – Item ID: 3598659 – http://photodune.net/item/question-marks/3598659