Social Media-Kanäle
Social Media-Kanäle im Vergleich – Teil 2

Das übergeordnete Ziel der Unternehmen scheint heutzutage die Nähe zum Kunden zu sein. Das erklärt auch, wieso viele Blogger seit einiger Zeit so erfolgreich mit Firmen oder Organisationen zusammenarbeiten: Durch Fotos und Videos, die über Social Media verbreitet werden, wird die Zielgruppe direkt erreicht. Aber nicht nur über Blogger sondern auch auf dem direkten Weg über Unternehmensseiten können Firmen über Instagram, YouTube, Pinterest oder Snapchat Nähe zum Kunden zeigen.


Der zweite Teil des Social Media-Vergleichs widmet sich deshalb diesen Plattformen.

Instagram

Die Zahl der aktiven Nutzer von Instagram ist in den letzten Jahren rasant gestiegen. Derzeit sollen es etwa 500 Mio. sein. Weit verbreitet ist die App bei 18-29-Jährigen (37%); 68% der Nutzer sind weiblich.

Möglichkeiten


Pro


Contra


  • Fotos oder kurze Videos posten
  • „Stories“: Möglichkeit Bilder und Videos als Geschichten anzulegen, Beschriftung der Bilder
  • Filter zur optimalen Gestaltung der Bilder verfügbar
  • Seit 2015 können  Anzeigen geschaltet werden

 

  • Gehört zu Facebook, deshalb grundsätzlich großes Potenzial
  • Nähe zu Kunden
  • Rasanter Anstieg der Nutzerzahlen in den letzten Jahren
  • Entwicklung immer neuer Funktionen, seit 2016 z.B. „Stories“
  • Ermöglicht Kunden einen Eindruck vom Unternehmen zu gewinnen
  • Keine Erfolgskontrolle möglich
  • Stark an den (audio-) visuellen Auftritt gebunden, es stehen immer die Bilder und Videos, eher weniger der Text im Vordergrund
    (es können keine komplizierteren Botschaften vermittelt werden)

YouTube

In Zeiten von Streaming – Diensten und Videoplattformen hat sich das Nutzungsverhalten der User verändert. Anders als beim linearen Fernsehangebot, möchten sie nun selbst entscheiden, welche Inhalte sie „konsumieren“ – und vor allem wann. YouTube ist eine solche Videoplattform und wird derzeit von mehr als 1 Mrd. Menschen genutzt. YouTube selbst wirbt damit, dass hier teilweise mehr Personen im Alter zwischen 18 und 49 Jahren erreicht werden, als mit Kabel-Fernseh-Anschlüssen in den USA.

Möglichkeiten


Pro


Contra


  • Videos hochladen

 

  • Grundsätzlich sehr breit gefächerte Zielgruppe, da unzählige Themen- und Fachgebiete angeboten werden
  • Google-Unternehmen
  • Gezielter Einsatz/ Schalten von Werbevideos möglich
  • Es gibt bereits einen Werbemarkt auf YouTube und eine genaue Anleitung, wie man Werbung schalten kann
  • Vollständige Kontrolle über Budget und Ausgaben
  • Auswahl der gewünschten Zielgruppe nach Alter, Geschlecht, Ort, Interessen usw.
  • Analysemöglichkeiten
  • Neue Möglichkeiten wie 360° Videos/ Virtual Reality
  • In den USA gibt es neuerdings „YouTube Red“ (ein Bezahlangebot), das eventuell auch in Deutschland als Premiumvariante von YouTube eingeführt wird
    → Neuerungen, die möglicherweise Konfliktpotenzial mit sich bringen (beispielsweise Einfluss auf Werbung)
    →bisher keine genaue Einschätzung möglich

Pinterest

Pinterest hat weltweit derzeit etwa 100 Mio. aktive Nutzer, von denen die meisten zwischen 16 und 34 Jahren alt sind. Ca. 80% der User sind weiblich.

Möglichkeiten


Pro


Contra


  • Größte Ressource um Bildmaterial zu sharen und Links zu bookmarken
  • Starke Community mit Kaufkraft / Entscheidungsfreude
  • Erzielt rund 400 % mehr Umsatz pro Klick als bei Twitter und 27 % mehr als auf Facebook („Conversion-Rate“)
  • Insbesondere für Online-Shops geeignet
  • Seit Kurzem auch gesponsorte Beiträge
  • Beim „Pinnen“ und Weiterverbreiten fremder Inhalte ist besondere Vorsicht in Bezug auf Urheberrechte geboten!
  • Nicht jeder, der auf die Seite des Unternehmens geleitet wird, gehört zur Zielgruppe

Snapchat

Ähnlich wie Instagram erfreut sich auch Snapchat derzeit großer Beliebtheit und liegt gewissermaßen „im Trend“. Momentan wird die App jedoch „erst“ von ca. 100 Mio. Usern regelmäßig genutzt. Die meisten davon sind zwischen 18 und 34 Jahre alt.

Möglichkeiten


Pro


Contra


  • Videos und Fotos können mit anderen Personen geteilt werden, verschwinden jedoch (anders als beispielsweise bei Instagram) nach einer bestimmten Zeit (die der Nutzer selbst festlegen kann) wieder
  • Die App ist besonders für die vielen Filter bekannt, die über das Bildmaterial gelegt werden können
    à Einige Firmen haben bereits eigene Filter erstellt (beispielsweise TacoBell)
  • Werbemöglichkeit
  • Hoher Unterhaltungswert durch „Filter“
  • Besonders bei jungen Zielgruppen sehr beliebt
  • Trotz der zunehmenden Nutzerzahlen empfinden viele Menschen die App zunächst als „kompliziert“ (Muss zur Zielgruppe passen)

Fazit

Unternehmen müssen sich, wenn es um Aktivitäten in sozialen Netzwerken geht, nach den Interessen und Bedürfnissen ihrer Zielgruppe richten. Dabei ist zu beachten, dass sich das Nutzungsverhalten der User ständig ändert und in einem konstanten Wandel ist. Als Unternehmen ist es deshalb wichtig, diese Veränderungen zu verfolgen – am „Zahn der Zeit“ zu bleiben und entsprechend zu reagieren. Konkret bedeutet das, sich gegebenenfalls anzupassen und die Kanäle zu nutzen, die für die eigene Zielgruppe an Bedeutung gewinnen.

Das heißt auch: Regelmäßig Informationen über die Zielgruppe in Form von Umfragen, Studien oder ähnlichem einholen, Zielgruppenanalysen durchführen und das Marketing zeitnah nach den Ergebnissen ausrichten.

Die Auseinandersetzung mit Social-Media-Kanälen ist also mit einem hohen Zeitaufwand verbunden – für den langfristigen Fortbestand des Unternehmens aber essentiell.

Quelle Beitragsbild: © Rawpixel – Social Media – https://photodune.net/item/social-media/8796641 – Item-ID: 8796641

 

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