Marktplatz-Funktion
Ein Flohmarkt im sozialen Netzwerk: Facebook launcht Marktplatz-Funktion

In den letzten Jahren ist Facebook in viele Lebensbereiche der Nutzerinnen und Nutzer eingezogen. Über die Plattform können User mit Menschen auf der ganzen Welt kommunizieren, Unternehmen schalten Werbeanzeigen, Nachrichtenportale verbreiten die wichtigsten Neuigkeiten über den Newsfeed. In diesem Monat wurden die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten durch eine neue ergänzt. Das reichweitenstärkste soziale Netzwerk hat in vorerst vier Ländern eine weitere Funktion gelauncht: Facebook ist nun auch ein (virtueller) Marktplatz. Deutschland gehört zwar nicht zu diesen vier Ländern, das Angebot soll in der nächsten Zeit jedoch auf weitere Gebiete ausgeweitet werden.

Großes Interesse an „Kaufen/Verkaufen“-Gruppen

Facebook gab in diesem Zusammenhang bekannt, dass bereits seit längerer Zeit ein großes Interesse und ein entsprechend hoher Bedarf an „Kaufen/Verkaufen“-Gruppen besteht. 450 Mio. Menschen sollen solche Gruppen nutzen, um Gegenstände zum Kauf anzubieten oder genau das zu finden, wonach sie schon lange gesucht haben. Das bedeutet Stöbern wie auf dem Flohmarkt – nur eben online und somit bequem von unterwegs oder zu Hause aus.

Die neue Facebook-Funktion soll dieses Kauferlebnis jetzt noch angenehmer gestalten.

So funktioniert’s

Der Marketplace kann (bisher nur in den USA, Großbritannien, Australien und Neuseeland) über das Ladensymbol innerhalb der Facebook-App geöffnet werden. An einer Verwendungsmöglichkeit auf dem Desktop wird derzeit gearbeitet.

Statt in den zuvor erwähnten Gruppen lange zu suchen bekommt ein potentieller Käufer, sobald er die Rubrik aufruft, für ihn interessante Gegenstände angezeigt, die in der jeweiligen Umgebung angeboten werden.

Wer weniger stöbern möchte, sondern vielmehr auf der Suche nach einem konkreten Gegenstand ist, kann die Angebote über eine Suchfunktion weiter einschränken. Die Faktoren Ort, Kategorie und Preisspanne können nämlich nach den eigenen Vorstellungen angepasst werden.

Wer auf einem dieser Wege fündig geworden ist, kann den Anbieter direkt über den Facebook-Messenger anschreiben und alle weiteren Details klären.

User, die selbst einen Gegenstand anbieten möchten, können dies in wenigen Schritten tun:
Zunächst wird ein Foto aufgenommen, dann eine Beschreibung sowie der Preis hinzugefügt, Standort und Kategorie ergänzt und all diese Angaben schließlich gepostet.

Facebook Marketplace als mögliche Konkurrenz für Ebay und Co.

Einige Medien berichten in diesem Zusammenhang von einer Konkurrenzsituation zwischen Facebook Marketplace und etablierten Anzeigenseiten wie Ebay.

Facebook lockt unter anderem damit, dass keinerlei zusätzliche Kosten anfallen und die Funktion einfach in die bisher bekannte App integriert wird. Außerdem sind scheinbar viele Menschen an solch einer Möglichkeit interessiert (man denke an die zuvor erwähnten 450 Millionen User, die bereits über Facebook-Seiten kaufen und verkaufen).

Der Marketplace auf Facebook übernimmt dabei jedoch nur die Rolle des Kontaktvermittlers. Sobald Verkäufer und potentieller Interessent zueinander gefunden haben, müssen sie Zahlungs- und Lieferungsoptionen selbstständig klären.

Dabei garantiert Facebook nicht, dass der Kauf oder Verkauf ohne Probleme abläuft. Dadurch, dass alle Nutzerinnen und Nutzer den Klarnamen angeben müssen und zudem der jeweilige Standort sichtbar ist, soll die Funktion jedoch ein gewisses Maß an Sicherheit vermitteln. Außerdem kann Fehlverhalten auch in dieser Rubrik gemeldet werden.

Fazit

Bisher kann Facebook Marketplace nur in den USA, in Großbritannien, Australien und Neuseeland verwendet werden. Laut Angaben des sozialen Netzwerks soll die Funktion in der nächsten Zeit jedoch in deutlich mehr Ländern verfügbar werden. Neben der Rubrik in der Facebook-App ist außerdem eine Desktop-Version angedacht.

Damit scheint Facebook auf einen Bedarf zu reagieren, der sich in den letzten Jahren bereits in „Kaufe/Verkaufe“-Gruppen abzeichnete: User sind online – insbesondere in dem sozialen Netzwerk – auf der Suche nach Schnäppchen oder potentiellen Käufern bestimmter Gegenstände. Die von Facebook erwähnte Zahl von 450 Mio. Nutzern, die in diesem Zusammenhang agieren, spricht dabei für sich.

Durch die hohe Reichweite des Netzwerks und die scheinbar einfache (und kostenfreie) Bedienung kann die neue Funktion in direkter Konkurrenz zu Ebay oder ähnlichen Diensten stehen. Ob oder vielmehr wann die Funktion auch in Deutschland verfügbar wird, hat Facebook bisher noch nicht bekanntgegeben.

Quelle Beitragsbild: venimo – Illustration in trendy flat linear style – sharing econom – Item-ID: 17928948 – https://photodune.net/item/illustration-in-trendy-flat-linear-style-sharing-econom/17928948

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